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Deutsche Sonni Hönscheid ist SUP Weltmeisterin 2018

12. November 2018

Medienmitteilung//
Die Profipaddlerin war gerade mitten in der Vernissage ihrer eigenen Kunstausstellung auf Sylt als sie es erfuhr: SUP Weltmeisterin 2018 ist Sonni Hönscheid vom Team Starboard! Mit dem Gesamtsieg der neu gegründeten SUP Rennserie „Paddle League World Tour“, sozusagen die „Formel 1“ des SUP Sports, holte Hönscheid (37) ihren sechsten Weltmeistertitel. Als konstant starke Paddlerin hatte sie fünf von sieben Worldcuprennen gewonnen, an denen sie teilgenommen hatte: in Tahiti, North Carolina, Hawaii, Japan und Frankreich. Bei zwei weiteren Rennen war sie auf dem zweiten Platz.

Die Paddle League fasst mehrere unabhängige Rennen in einem Punktesystem zusammen. Mit ihrer dominanten Leistung hatte Sonni bereits 475 von 500 möglichen Punkten erpaddelt. Als dann die Verfolgerin Olivia Piana Anfang Oktober bei den Pacific Paddle Games in Kalifornien auf dem 6. Platz landete, war Sonni der Sieg nicht mehr zu nehmen. Olivia Piana aus Frankreich errang mit 400 Punkten Platz 2 und Fiona Wylde aus den USA, ebenfalls vom Team Starboard, Platz 3 mit 355 Punkten. Der hohe Anspruch bei gleichzeitig sehr unterschiedlichen Rennbedingungen bestätigt die Vielseitigkeit der deutschen Profisportlerin. In einer Zeit, in der der SUP Sport durch immer härteren Wettbewerb geprägt ist, war allein Sonni’s Dominanz in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Saison-Highlight. Im Interview verrät die Powerfrau wie sie die Saison erlebt hat:


Interview mit Sonni Hönscheid

Gratulation zu Deinem neuen Weltmeistertitel! Die Rennen der Paddle League Tour sind von den Anforderungen und Bedingungen her ja sehr unterschiedlich. Von den sieben die Du bestritten hast, welche waren die größte Herausforderung und warum?

Die Paddle League Tour war wirklich an den unterschiedlichsten Orten – von Upwind, Downwind, Seitenwind, Flachwasser, Welle… sehr vielseitig, alle Rennen waren sehr intensiv und herausfordernd. 

Trotzdem hast Du ja gleich den Maßstab vorgelegt mit fünf Siegen bei fünf Rennen. Hast Du geahnt, dass Du so stark sein wirst?

Nein, da ich die Monate davor eher alleine auf den Kanaren trainiert habe, wusste ich so eigentlich gar nicht wo ich stehe. Aber ab dem zweiten Rennen, dem Carolina Cup wo auch eine starke Konkurrenz war, habe ich gesehen wo ich stehe. 

Hast Du unterschiedliche Boardmodelle benutzt?

Bis auf Zamami in Japan (auf 12.6 Fuß) wurden alle Rennen auf Boards mit 14 Fuß Länge gefahren. Ich habe für die ganze Tour den Starboard Allstar benutzt, da ich auf diesem Board letzten Winter trainiert habe.

Beim Starboard Dealer Meeting am Ende der Saison in Sardinien hast Du entspannt, glücklich und weiterhin motiviert gewirkt, stimmt der Eindruck?

Es war schon ein extrem verrücktes Jahr bis jetzt in vielen Hinsichten. Bin aber super glücklich und dankbar für die ganzen Erlebnisse, Reisen, Möglichkeiten und wie Dinge sich entwickeln. Es stecken harte Arbeit dahinter und manchmal auch schwierige Endscheidungen die man treffen muss. Das Leben ist schön 🙂 und ich habe viel dazugelernt. 

Wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen ein Traum von Dir? 

Auf jeden Fall! Für mich, aber auch für den Sport selber. Das würde den Sport nochmal richtig pushen. Gerade in Deutschland hat SUP noch nicht den Stellenwert, den es als Sportart verdient. Es wird eher als Hobby angesehen. In den USA hat der Sport diesen Stellenwert.

Möchtest Du schon etwas zu Deiner Planung für die nächste Saison sagen oder genießt Du jetzt erst einmal in Ruhe den Ausklang des erfolgreichen Jahres?

Zur Zeit arbeite ich auf Hochtouren an der Kunst für die Tikhine Line 2020 und es stehen noch ein paar Events an. Für nächste Saison plane ich wieder an ein paar Rennen teilzunehmen und würde mich sehr freuen verschiedene SUP Clinics in Deutschland zu organisieren.

Dann freuen wir uns, Dich bald wieder in Deutschland zu begrüßen! Vielen Dank!


Worldcup Toursiege Sonni Hönscheid in 2018:

Air France Paddle Festival, Tahiti
Quiksilver Waterman Carolina Cup, USA
Olukai Ho, Maui, Hawaii
Kerama Blue Cup in Zamami, Japan
Hossegor Paddle Games, France


Über Sonni Hönscheid:

Die Deutsche Sonni Hönscheid, 1981 auf Sylt geboren, ist SUP-Weltmeisterin 2018 der „Paddle League World Tour“ und dreifache SUP Weltmeisterin im Open Ocean Crossing. Das härteste Rennen der Welt in dieser Disziplin ist das „Molokai to Oahu“ (M2O), also 32 Meilen übers offene Meer von einer hawaiianischen Insel zur anderen. Meterhohe Wellen, starke Strömung und Hai-Begleitung inklusive. Auf dieser Distanz hat Sonni dreimal gewonnen. Zudem ist sie sechsfache Europameisterin. Sonni lebt auf ihrer Heimatinsel Sylt wenn sie nicht gerade auf Reisen unterwegs ist, zum Beispiel auf Maui oder Fuerteventura.

Bunt, detailliert, inspiriert – die andere Seite von Sonni
Ihre Ruhe findet die Profisportlerin in der Malerei und ist auch hier mit ihren farbenfrohen, mit vielen liebevollen Details gespickten Gemälden sehr erfolgreich. Sonni: „Malen ist für mich wie das Schreiben eines Tagebuchs über all die Erfahrungen, Paddelerlebnisse, das Entdecken neuer Orte, Menschen und Kulturen, die alle der Ozean verbindet.“ Gerade ging ihre dritte große Kunstausstellung „Peace Love Sylt III“ in Kampen zu Ende. Sie designt unter anderem für den weltweit größten Boardhersteller Starboard verschiedene Boards und Paddel sowie Longboards für Jucker Hawaii, für die Textilbranche und fährt als Markenbotschafterin für Mercedes Benz die von Ihr designte V-Klasse. Ihre Kunstwerke sind in einer Dauerausstellung der Galerie Walentowski zu sehen.

 

Team Starboard stark vertreten unter den ersten 10 der Weltrangliste 2018:
Quelle:
www.paddleleague.com/rankings/

Women: 1. Sonni Hönscheid, 3. Fiona Wylde, 5. Yuka Sato, 8. Amandine Chazot

Men: 2. Michael Booth, 4. Connor Baxter, 7. Daniel Hasulyo, 9. Bruno Hasulyo


Info World Paddle League

Die Rennserie wurde im Januar 2018 von den SUP Pionieren Chris Parker (SUP Racer) Kelly Margets (SUP Athlet, Australien) und Brian Meyer (Capital SUP) gegründet um den SUP Rennsport auf einen Nenner, und den Sport insgesamt voran zu bringen. Dafür wurde eine gemeinsame Plattform geschaffen, die sowohl die größten Rennen der Profis umfasst und promotet als auch die regionalen Rennen, die Amateur Sportler und Rookies motivieren. Außerdem wollen sie alle Beteiligten an einen Tisch bringen wie Athleten, Veranstalter und SUP Brands. Regionale Rennen für Profi und Amateur Athleten werden mit 1 bis 4 Sterne bewertet, was bedeutet, dass beispielsweise der Erstplatzierte bei einem 1-Star-Race 10 Punkte erhält und bei einem 4-Star-Race 40. Bei den Major Stops hingegen können die Profis maximal 60 bzw. 100 Punkte sammeln.

 

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