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Interview mit Florian Brunner zum Wassersportmarkt 2026

1. Juni 2026

Jetzt auch Vertrieb von NSP – Interview mit Florian Brunner

Die Wassersport-Spezialisten von APM Marketing GmbH vertreiben ab 2026 neben den Produkten der Starboard Gruppe auch die der Marke NSP. Interview mit Florian Brunner, Geschäftsführer von APM Marketing GmbH zu der Entscheidung, NSP mit ins Portfolio aufzunehmen und zur Entwicklung des Marktes.

Eliane Drömer: Um mal einen Überblick zu bekommen: Welche Wasserport-Produkte von welcher Marke können die Händler bei Euch ordern?

Florian Brunner: Von Starboard vertreiben wir alle Produkte aus den Bereichen SUP, Windsurf, Wing, Foilboard, Foils, Techwear, Severne Segel und die olympische Windsurf Klasse IQ Foil. Bei NSP konzentrieren wir uns auf Boards zum Wellenreiten und Stand-Up-Paddling.

Welche Märkte bedient Ihr jeweils?

Starboard vertreiben wir in DACH und Italien, NSP in DACH und Holland. (Anmerkung der Redaktion: DACH steht für Deutschland, Österreich, Schweiz)

Ist Direktvertrieb ein Thema für Euch?

Mit unseren Hardware Produkten, also Boards etc. sind wir nach wie vor fachhandelsorientiert, denken aber über Direktvertrieb in Ländern mit schwacher Fachhandelsstruktur nach. Software, also Beach- und Waterwear bis hin zu den in Kroatien produzierten SUP Suits kann in unserem eigenen Starboard Pro Shop gekauft werden.

Was war für Euch, bei der APM Marketing GmbH, ausschlaggebend, neben Starboard noch NSP in den Vertrieb aufzunehmen? Wie siehst Du die beiden Marken?

Mit Starboard decken wir bereits sehr viele Wassersportarten ab und wir haben es geschafft, dass wir mit den Produkten für Starboard das beste Image erarbeitet haben. Das zeigt uns das Feedback der Kunden, das merken wir bei den Events. Die Marke Starboard ordnen wir in den verschiedenen Sportarten im Premium Segment ein mit qualitativen Produkten im höheren Preissegment. Starboard verteidigt seit Jahrzehnten seinen Platz als Innovationsführer, seit Svein Rasmussen das Unternehmen 1993 als norwegischer Windsurf-Weltmeister gründete. Als fortwährender Konstruktions-Weltmeister setzt Starboard Trends im Boardbau und bestimmt die Marktentwicklung mit.

NSP steht für Nature Surfing Products und ist bekannt für: erschwingliche, haltbare Surfboards zum Wellenreiten. Die Surf Brand wurde 2001 von Surfer Bruce “Buzz” Hansen auf Maui gegründet. Damit schließen wir unsere Lücke im Wassersport-Range und bieten jetzt auch Boards zum Wellenreiten und Stand-Up-Paddling mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis im oberen Mittelpreis-Segment.

Die Produkte lernen viele Wellenreiter als Einsteiger kennen durch große Kooperationen von NSP mit Learn-to-surf-Programmen, Wavepools und Schulen auf der ganzen Welt.

Natürlich ist der Markt Wellenreiten schwierig. Auf der anderen Seite entstehen gerade viele künstliche Wellen. In München steht der Top Pool und schon jetzt gibt es 20 bis 25 Wavepools in Zentraleuropa. Es reisen Wellenreiter von Frankreich nach München, um ihre persönliche Welle zu buchen. Es gibt ein eigenes wavepoolmag samt Podcasts. Die hochpreisigen Slots der künstlichen Wellen sind ausgebucht. Das Image von Wellenreiten zieht immer noch enorm.

Welche Endkunden habt Ihr bei APM im Blick?

Alle. (lacht) Alle engagierten Wassersportler bis hin zu den Leistungssportlern und Top Profis.

Es wird allgemein wahrgenommen, dass der Abverkauf von SUP-Produkten zurück gegangen ist. Welche Entwicklung siehst und erwartest Du mit Deiner Erfahrung aus dem Wassersport für den SUP-Sektor?

Das Segment, das den größten Rückgang erlebt hat, ist das Billigsegment. Das sieht man auch daran, dass Discounter und Billiganbieter sich zurückziehen.

Die Preisniveaus haben sich weiter nach unten verlagert. Das heißt, das Billigsegment ist noch billiger geworden, also 199 Euro und drunter. Und dadurch ist auch das Mittelpreissegment nach unten gerutscht. Und speziell im Mittelpreissegment bis rund 500 Euro kann man feststellen, dass der Markt größer wird, weil viele der vermeintlichen Premium Marken jetzt auch da reingegangen sind. Hier gibt es Wachstumschancen.

Wir im Premiumsegment können eins feststellen, dass hier seit letztem Jahr eine Marktkonsolidierung eintritt, was darauf zurückzuführen ist, dass der engagiert Freizeitsportler nach wie vor den Sport SUP ausübt.

Siehst Du auch eine Wanderung vom Billigsegment in höhere Preisklassen?

Wir erhalten durchaus das Feedback auf Events, dass Kunden, die bisher ein günstiges Board gekauft hatten, das sich jetzt auflöst, die sagen, ich will den Sport weitermachen. Die überspringen möglicherweise die Mittelpreisklasse mit dem Gedanken, wenn ich dabei bleibe, dann will ich jetzt auch das Beste haben, damit landen sie im Grunde genommen bei Marken wie Starboard. Wem der Preisunterschied zu groß ist, die gehen ins Mittelpreissegment.

Wie siehst Du die Entwicklung von Foiling?

Der Trend Foiling, also sportartübergreifend, bekommt starken Zuspruch. Was daran erkennbar ist, dass die olympische Windsurfklasse jetzt auf Foils stattfindet und dass sich natürlich auch das Wingen mit Foils einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Allerdings sehe ich den Markt dahingehend skeptisch, dass er in den letzten Jahren komplett überschätzt worden ist, was zu einem Überangebot geführt hat. Aber der Trend zum Foiling hält an und den gibt’s in allen Bereichen in Windsurfing, im Wingen, im SUP, im Wellenreiten… ist es ein Thema.

Vielen Dank für die Einblicke! Gibt es sonst weitere News von APM, auf welchen Events können Wassersportler Eure Produkte testen?

Auf unserer Website von APM-marketing.de stehen die kommenden Events und neu das APM TV, unser YouTube Channel, wo im Video-Format “WIND & WAVES” regelmäßig Videos mit Hintergrundwissen rund um die Themen SUP, Windsurfen, Wingfoilen und Wellenreiten veröffentlich werden. Ja, und wir sind auf der Suche nach einem oder einer neuen Wingfoil Teamrider.

Für passende Action Fotos von beiden Brands kontaktiere bitte Eliane.

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